Aufruf zum Protest am 18.03.2015

Den Herrschenden die Party versauen!

Wir rufen Studierende in ganz Europa dazu auf, am 18. März 2015 die Eröffnungsfeier des neuen EZB-Gebäudes in Frankfurt am Main zu blockieren!

Während sich die politische Elite Europas in ihrem symbolträchtigen neuen Turm selbst feiert, treibt sie Millionen Europäer*innen immer tiefer in die Armut. Studierende in ganz Europa sind von dieser Politik der Haushaltskürzung und Privatisierung besonders getroffen und sehen sich zunehmender Perspektivlosigkeit ausgesetzt. Wir haben gute Gründe, die Eröffnungsparty zu übernehmen und sie in ein Zeichen des transnationalen Widerstands zu verwandeln:

Solidarität mit den Studierenden in Südeuropa!

Solidarität mit den Studierenden in Südeuropa! In Spanien und Griechenland ist etwa die Hälfte der jungen Menschen arbeitslos oder gezwungen, sich mit prekär bezahlten Jobs über Wasser zu halten. Auch für viele Studierende gibt es nach dem Abschluss keine Perspektive. Wesentlich beeinflusst wurde diese dramatische Entwicklung von einer menschenverachtenden Verarmungspolitik, made in Germany und vollstreckt von der Troika. Es wird höchste Zeit, dass wir Seite an Seite mit unseren europäischen Kommiliton*innen für unsere gemeinsame Zukunft kämpfen!

Geld für Bildung statt für Banken und Konzerne!

Während Milliarden Euro in marode Banken und Versicherungen geflossen sind, wurden Millionen Menschen aus dem öffentlichen Dienst entlassen. Davon ist auch der Bildungssektor stark betroffen. Unter dem zynischen Titel der Haushaltssanierung wird in Europa eine Politik durchgesetzt, die immer mehr Menschen in Armut stürzt. Die Verlierer dieser Politik sind die Lohnabhängigen und all jene, die ihr Arbeitsleben erst noch vor sich haben.

Soziale Kämpfe zusammenführen!

Unsere Hörsäle werden immer voller, während das Lehrangebot immer schmaler wird. Unsere Bafög-Vorschriften werden strikter und unsere Mieten höher. Noch immer ist der akademische Betrieb von alten weißen Männern dominiert. So ist die geschlechtliche Arbeitsteilung in der Gesellschaft schon in der Uni angelegt. An den Unis werden Geflüchtete menschenunwürdig in Turnhallen untergebracht, während an den EU-Außengrenzen Tausende ums Leben kommen. Glaubst Du ernsthaft, das alles hätte nichts miteinander zu tun?

Räume zurückerobern!

Was 1999 in Bologna begann, wird durch die Krisenpolitik der Troika weiter forciert. In Griechenland wurden innerhalb kürzester Zeit 150 Hochschulinstitute geschlossen oder zwangsfusioniert. Gleichzeitig eröffnen Privatunternehmer*innen ihre eigenen Erziehungsanstalten und schaffen damit einen neoliberalen Bildungsmarkt der Exklusion. Auch hierzulande verbirgt sich hinter den Begriffen Exzellenz, Kompetenz und Effizienz die politische Absicht, das Hochschulwesen so weit wie möglich zu ökonomisieren. Lasst uns die europaweite Kommerzialisierung von Ausbildung und Wissen stoppen und für eine demokratische und kritische Bildung kämpfen!

Stehen wir auf gegen diese ruinöse Politik und bauen wir uns gemeinsam mit unseren Freund*innen ein Europa der Solidarität und Offenheit. Es gibt eine Alternative! Blockupy ist ein wichtiger Schritt dahin!


Ihr wollt den Aufruf unterzeichnen als Verband, Hochschulgruppe, Fachschaft(sinitiative), AStA, Stupa, Stura oder was auch immer?
Schreibt und eine Email an unigoesblockupy[@]riseup.net und besucht uns auf Facebook!

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